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Die Schwarzwaldklinik

 

Tagebuch

 

22.07. - 29.07.

2013

 

Auf den Spuren von Prof. Brinkmann


 

 

22.07.2013

In diesem Jahr habe ich mich alleine auf den Weg gemacht, um wieder auf den Spuren von Professor Brinkmann zu wandeln. Im vergangenen Jahr dachte ich darüber nach, noch einmal einen längeren Aufenthalt im Glottertal in Betracht zu ziehen. Ein verlängertes Wochenende reicht nun mal nicht aus, um sich alles in aller Ruhe anzusehen.

Gegen Mittag ist Abfahrt. 450 Kilometer liegen vor mir. 12 Baustellen hatte ich in den vergangenen Tagen gezählt, die sich auf der Strecke befinden. Es geht streckenweise etwas schleppend voran. Das Wetter entschädigt aber für die kleinen Störungen. Bei strahlendem Sonnenschein und 36 Grad macht es mir nicht soviel aus ab und zu mal im Stau zu stehen. Dank der Klimaanlage ist es erträglich. Irgendwo im Nordschwarzwald an einer Raststätte eine kurze Rast einlegen. Im Osten hängen dunkle Wolken. Die kommen aber nicht näher. Es scheint so, als ob es ein Unwetter gibt.

Gegen 17.15 Uhr komme ich im Glottertal an. Endlich geschafft. Die Temperatur bleibt bei 36 Grad. Erstmal etwas einkaufen für den Abend. Aber bevor ich meine Unterkunft aufsuche, mache ich mich erstmal auf den Weg zur "Schwarzwaldklinik". Ein atemberaubender Anblick, auch wenn das Gebäude etwas gelitten hat. Meine Kamera ist immer dabei und natürlich mache ich die ersten Fotos in diesem Jahr.

Am Abend gemütlich machen und den Sonnenuntergang beobachten. Nun sitze ich hier und genieße die kühle Brise im Freien. 5 1/2 Stunden Fahrt und dann Gepäck in die Unterkunft schaffen, das strengt an. Ich bin froh, dass ich das alles erstmal hinter mir habe. Am Abreisetag wird sich der Akt wiederholen, aber daran denke ich jetzt besser noch nicht. Jetzt beginnt für mich der Urlaub.

 

 

23.07.2013

Guten Morgen Glottertal. Der Tag beginnt schon mal recht nett mit Sonnenschein und blauem Himmel. Die Hitze jedoch ist unerträglich. Wieder einmal zeigt das Thermometer 36 Grad. Vielleicht sollte ich erstmal etwas Ordnung in mein Chaos bringen und meinen Koffer auspacken.

Am späten Nachmittag habe ich mich auf den Weg gemacht. Erstmal ins Café Schill. Gestern traf ich keinen an, da leider montags Ruhetag ist. Heute ist viel los. Es ist mal wieder eine Freude die Familie Schill nach einem Jahr wiederzusehen.

Es machen sich Wolken bemerkbar. Ob da noch was kommt? Ein Unwetter? Gewitter? Bloß nicht. Das muss nicht unbedingt sein. Aber etwas Regen wäre ja nicht schlecht. Mal eben kurz zur "Schwarzwaldklinik" fahren. Ich brauche noch mehr Fotos. Kurz vor der Kurve zum Carlsbau sehe ich viele auswärtige Fahrzeuge stehen. Wird vielleicht wieder gedreht? Ich also hin und nachfragen. Eine nette Frau gibt mir freundlich Auskunft. Die Polyphon dreht gerade für die SWR-Serie "Tiere bis unters Dach". Leider komme ich nicht weiter. Na gut, ich werde einen anderen Tag wiederkommen. Auf dem Weg zurück auf die Straße kommt mir ein Hamburger VW Sharan entgegen. Oh, ein Chauffeur bringt Heikko Deutschmann ans Set. Sowas sieht man nicht alle Tage. Jetzt aber schnell Fotos vom Carlsbau machen bevor das Wetter sich verschlechtert. Dauert nicht lange.

Mal sehen, was im Glottertal sonst noch geboten wird in den nächsten Tagen. Ja klar, das Schleppertreffen findet am kommenden Wochenende statt. Überall wird bereits darauf hingewiesen. Am Ortseingang West steht ein mit Kettensäge geschnitztes Gebilde, das wie ein Trecker aussieht. Hier und da mal etwas umsehen. So langsam ziehen die Wolken wieder ab. Die Sonne scheint und es ist angenehm warm. Es ist schon erstaunlich, wie die Gemeinde Glottertal ihren Ort verschönert. Überall sieht man Blumen. Ob es an den Straßenlaternen ist oder an Brückengeländern. Hier fühlt man sich richtig wohl. Diese Farbenpracht ist einfach nur wunderschön. Am Ortseingang West stehen vier Schwertransporte mit großen runden Gebilden. Ich nehme mal an, dass es sich um eine Windkraftanlange handelt. Vor einigen Wochen habe ich gelesen, dass auf dem Kandel so etwas aufgestellt werden soll. Die Bürger vom Glottertal waren dagegen. Leider haben sie den Kampf verloren und nun scheint wohl die Windkraftanlage aufgebaut zu werden.

Nun aber wieder zurück zur Unterkunft. Mein Gott, schon so spät geworden. Den Tag ausklingen lassen bei einem kühlen Getränk auf dem Balkon. Der Deutsche Wetterdienst sagt, dass das Wetter morgen schlechter werden soll. Das soll mir nur recht sein. Eine kleine Abkühlung tut sicherlich gut. Für das Wochenende werden aber schon wieder über 30 Grad vorhergesagt. Es soll sogar knapp 40 Grad heiß werden. Ich lasse mich mal überraschen.

Was ist das denn? Ich sitze gerade gemütlich auf dem Balkon und da fliegt etwas Großes um mich herum. Es setzt sich auf die Blumen. So etwas habe ich noch nie gesehen. Dieses Tier steckt seinen langen Rüssel in die Blüten. Gefährlich scheint es aber nicht zu sein. Es ist friedlich. Na gut, lass mir meine Ruhe und ich lasse sie dir auch. So kommen wir bestens miteinander aus.

Jetzt noch ein paar Minuten im Fernsehen schauen, was es Neues gibt. Dann geht es ins Bett. Vorher jedoch Fenster aufmachen und kalte Luft reinlassen.

 

 

24.07.2013

Eine angenehme Nacht liegt hinter mir. Der Blick vom Balkon aus sagt mir, dass das Wetter heute nicht ganz so gut ist. Das war ja bereits gestern so angekündigt. Mal eben im Internet nachsehen, wo es gerade Unwetter gibt. Über dem Landkreis Waldshut scheint es was gegeben zu haben. Es zieht in Richtung Osten ab. Ansonsten ist alles frei von Unwettern. Soll ich es heute wagen? Naja, warum nicht. Also packe ich jetzt mal meine Sachen samt Fotosausrüstung zusammen und mache mich auf den Weg nach Grafenhausen zum Heimatmuseum "Hüsli". 60 Kilometer liegen vor mir. Nach einer Stunde Fahrt sollte ich da sein.

Oh mann, ein Reisebus schleicht um die Kurven. Das hat mir noch gefehlt. Hoffentlich fährt er nicht auch noch nach Grafenhausen. Aber Glück gehabt. Er biegt ab. Jetzt ist die Strecke frei. Viele Motorräder sind unterwegs. Ab und zu kommt die Sonne raus. Das Thermometer im Auto zeigt eine Außentemperatur von 20 Grad an.

Nach gut einer Stunde Fahrt komme ich in Grafenhausen an. Aber was ist das? Ein neuer Kreisverkehr? Den kenne ich noch nicht. Und das Navi auch nicht. Nur gut, dass alles beschildert ist. Nicht mehr lange und ich bin da.

Auf dem Parkplatz stehen nur wenige Autos und ein Reisebus. Liegt wohl am Wetter, dass nicht viel los ist. Gut für mich, denn dann kann ich ungestört Fotos vom "Hüsli" machen. Am Hauseingang eine Überraschung. Frau Hofmeier ist da. Sie und ihr Ehemann haben dieses Jahr das "Hüsli" verlassen und der neuen Verwalterin Marena Avila übergeben. Frau Hofmeier hat mich sofort wiedererkannt. Schön, dass sie noch da ist. Ihrem Mann geht es sehr gut. Beide führen nun ein ruhigeres Leben. Aber sie halten weiterhin Kontakt zum "Hüsli", was viele Jahre lang ihr Zuhause war.

Aus dem Wohnzimmer dringen Klavierklänge. Marena Avila sitzt am Flügel. Um sie herum ein paar Museumsbesucher, die gespannt zuhören. Im Anschluss folgt eine kleine Erklärung zum Heimatmuseum. Die Besucher machen sich auf den Weg durchs Haus. Marena Avila freut sich mich endlich persönlich kennenzulernen. Wir hatten Wochen zuvor schriftlich Kontakt. Ein Treffen war geplant, aber der genaue Zeitpunkt stand noch nicht fest. Ich bin heute spontan gekommen und habe Glück. Marena Avila hat Zeit für ein kurzes Gespräch. Zuvor noch ein paar Fragen von Besuchern beantworten, was die "Schwarzwaldklinik" angeht. Ich bin begeistert. Diese Frau kennt sich sehr gut aus. Der Landkreis Waldshut hat in Marena Avila eine perfekte Nachfolgerin gefunden, die die "Schwarzwaldklinik" im "Hüsli" weiter am Leben erhält. Jetzt aber raus in eine ruhige Ecke. Hinter dem Haus unterhalten. Interessant, was es für Neuigkeiten gibt. Darüber kann ich aber jetzt öffentlich nichts sagen. Früher oder später wird das sicherlich in den Medien stehen. Sicher ist aber, dass sich etwas im "Hüsli" ändern wird. Das Thema "Schwarzwaldklinik" wird mehr hervorgehoben. Das finde ich schön.

Die Sonne kommt mehr und mehr raus. Schnell noch ein paar Fotos machen. Der Blick auf die Uhr sagt mir, dass es spät geworden ist. Ich verabschiede mich von Marena Avila. Wir werden weiterhin Kontakt halten.

So, mal eben kurz schauen, ob der Blick auf die Schweizer Alpen frei ist. Das gibt immer besonders schöne Fotos. Leider aber hängen heute die Wolken etwas tief. Naja, macht nichts. Trotzdem mal eben ein Foto machen. Auf dem Rückweg ein kleiner Zwischenstopp bei der "Badischen Staatsbrauerei Rothaus". Sowas muss im Bild auch festgehalten werden.

Am Schluchsee fängt es plötzlich an zu regnen. Kurz mal anhalten auf einem Parkplatz. Passt perfekt, denn gegenüber steht das "Café Hubertus", auch ein Drehort. Dr. Schübel und Anna Marschner kehrten dort ein. Die Gelegenheit nutze ich für ein Foto. Weiter geht es in den Ort Schluchsee. Ich versuche mal die Bank zu finden, die in der Folge "Die Entführung" ein Drehort war. Tja, das Navi sagt, dass ich angekommen bin. Leider aber steht die Bank zu weit in der Fußgängerzone. Parkplätze sind Mangelware. Nichts ist frei. Na gut, was solls. Dieses Jahr habe ich kein Glück. Dann mal weiter. Ich komme am Bahnhof vorbei. Die Location ist wirklich traumhaft. Auch hier setze ich meine Kamera ein und mache Fotos. Ein Regionalzug fährt mir durchs Bild. Ist aber nicht wirklich störend.

Weiter geht es am Schluchsee entlang. Unterwegs den Unterkrummenhof kurz von Weitem ablichten. Muss man mitnehmen, wenn man schon dran vorbeifährt.

Oh, was sehe ich da? Benzin ist billiger geworden. Schnell mal eben einen Tankstopp einlegen und volltanken, bevor es wieder teurer wird.

Und weiter geht es. Da kommt jetzt der Bahnhof Feldberg / Bärental. Mal eben hinfahren. Viel ist nicht los am Bahnsteig. Passt aber perfekt für Fotos. Der blaue Himmel kommt wieder raus.

Nun komme ich wieder am Titisee vorbei. Also Gelegenheiten gibt es genug für einen kurzen Stopp. Und natürlich habe ich eine davon genutzt für Fotos vom Titisee und der Landschaft zu machen.

Der Weg führt mich weiter zurück durch Titisee-Neustadt. Da steht die Helios-Klinik. Schnell mal eben an die Seite fahren und ein Foto davon machen. Jetzt geht es durch die kleineren Dörfer. Auch hier ist die Landschaft traumhaft schön. Nett, was man unterwegs so alles sieht. Die Sonne kommt auch wieder raus.

Ich sehe das Schild mit dem Namen "Hexenlochmühle". Hinfahren oder direkt ins Glottertal zurück? Kurz auf die Uhr sehen. Ist noch nicht allzu spät. Also hinfahren. Diese Kurven sind schon sehr heftig. Schnell kann man wirklich nicht fahren. Und wer das erste Mal diese Strecke fährt, der braucht später etwas Beruhigendes für den Magen. Ich bin schon öfters diese Strecke gefahren und mein Magen hat sich mittlerweile daran gewöhnt. Bei der Mühle angekommen werde ich erstmal Fotos machen. Die Sonne steht gerade günstig. Jetzt noch ein paar Mitbringsel einkaufen und dann geht es wieder bergauf.

Endlich wieder oben angekommen. Auf den Straßen ist es ruhig. Also warum jetzt hetzen? In aller Ruhe Richtung Glottertal fahren und die Landschaft genießen.

Im Glottertal angekommen. Und was nun? Natürlich zur "Schwarzwaldklinik". Die Sonne ist immer noch da. Heute mal versuchen in den Park zu kommen. Geht leider nicht. Ist mittlerweile so zugewuchert, dass man nicht mehr reinkommt. Mit Gewalt eindringen ist bei mir nicht. Und außerdem habe ich keine Lust auf Zecken. Mal versuchen vom Weg aus Fotos zu machen. Sehen zwar nicht ganz so gut aus, aber man kann wengistens etwas erkennen. Fehlen nur noch die anderen Fotos von der Vorderseite. Die sehen schon besser aus.

Mein Gott, schon so spät. Da habe ich wohl etwas viel Zeit bei der "Schwarzwaldklinik" verbracht. Aber wenn man erstmal da ist, kommt man so schnell nicht wieder los. Jetzt aber schnell wieder ins Tal. Abendessen auf dem Balkon und Blick auf die Hütte der Brinkmanns werfen. Was Schöneres gibt es nicht. Süäter folgt ein schönes Abendrot.

 

 

25.07.2013

Ein neuer Tag beginnt. Die Sonne lacht und die Temperatur steigt wieder deutlich an. Fast 30 Grad schon am Vormittag. Was mache ich denn heute? Im Glottertal bleiben und in die Natur gehen. In Heuweiler (nächster kleiner Ort direkt beim Glottertal gelegen) sehe ich mich heute etwas um. Schon von Weitem kann man die wunderschöne Blumenpracht sehen. Perfekt für Fotos. Aber auch sonst gibt es schöne Motive.

Zurück im Glottertal sehe ich mich auch noch etwas um. Vom Ahlenbachweg aus konnte man sonst immer die Hütte sehen. Dieses Jahr kann ich sie nicht sehen. Es ist alles so zugewachsen. Dafür aber hat man einen schönen Blick zur "Schwarzwaldklinik". Schnell die Kamera in die Hand und Fotos gemacht. Auf dem Weg zurück ins Tal sehe ich das Damwild. Langsam dranfahren und versuchen Fotos zu machen. So ein Mist. Sie laufen alle weg. Dann eben nicht. Wer nicht will, der hat schon.

Heute nutze ich endlich mal die Gelegenheit vom Café Schill Fotos zu machen. Es ist draußen heiß. Im Café selber herrscht auch nicht gerade eine angenehme Temperatur. Ich schwitze schon beim Nichtstun. Aber es nützt nichts.

Das "Schwarzwaldklinik"-Stüble ist, wie schon seit längerer Zeit bekannt, nicht mehr da. In diesem Bereich befindet sich nun eine Wohnung. Der Souvenirverkauf findet auch nicht mehr statt. Lediglich gibt es noch ein paar Restartikel zu erwerben. Im vorderen Bereich des Cafés hat sich auch viel verändert. Die Wände sind nun rot gestrichen. Die Bilder hängen noch und darüber das Schild, das einst am Klinikeingang seinen Platz hatte.

In der Vitrine lacht mich die leckere Schwarzwälder Kirschtorte an. Ich lehne dankend ab. Bei der Hitze ist mir etwas kühles zu trinken deutlich lieber. Ein anderes Mal gerne.

Mein Gott, was für eine Hitze. Schnell zurück in die Unterkunft. Da steht wenigstens ein Ventilator. Und kühle Getränke gibt es im Kühlschrank. Der Tag ist gerettet.

Noch etwas warten, bis es sich abgekühlt hat. Dann alle Fenster aufmachen und durchlüften. Für heute schließe ich den Tag und mache es mir auf dem Balkon bequem.

 

 

26.07.2013

Heute findet das Fantreffen statt. Der Blick aus dem Fenster sagt mir, dass das Wetter ausgezeichnet ist. Nur leider wieder deutlich zu heiß. Bericht über das Fantreffen folgt später.

Ich sehe gerade, dass das Getreide geerntet wird. Der Fahrer muss ganz schön schwitzen.

 

Fantreffen ist nun vorbei. Jetzt nochmal schnell zur "Schwarzwaldklinik" hoch. Das Drehteam ist nicht da. Nun kann ich endlich von der Stelle aus Fotos machen, wo das Drehteam am Dienstag war. Da befindet sich eine alte Holzhütte. Auf dem ersten Blick denkt man, dass es sich um eine baufällige Hütte handelt, aber in Wirklichkeit ist sie ein Teil der SWR-Serie "Tiere bis unters Dach". Sie wird durch eine Plane gegen den Regen geschützt. 

Und nun nutze ich noch die Gelegenheit für einen kurzen Abstecher zum Schleppertreffen. Auf den Wiesen wird gerade aufgebaut. Richtig los geht es aber erst morgen. Heute ist Musik-Hock angesagt. Verschiedene Bands spielen bei der Schurhammer-Schule. Mal eben vorbeischauen und etwas essen. Die Stimmung ist super. Man wird freundlich aufgenommen. Ich bestelle mir einen Salatteller und bekomme eine Riesenportion mit frischem Salat, Krautsalat, Bergkäse und zwei dicke Scheiben Brot. Mein Gott, wer soll das alles essen? Ich kämpfe gerade mit dieser Portion, schaffe aber nicht alles. Ich muss passen. Mein Magen bedankt sich. Ich bin satt.

Draußen ist es kühler geworden. Jetzt aber schnell in die Unterkunft und Fenster aufmachen. Auf dem Balkon weht eine angenehme Brise. Noch einen schönen Abend machen und mich überraschen lassen, was morgen alles los ist. Fantreffen Teil 2 musste ich absagen aufgrund der extremen Hitze. Das kann ich keinem zumuten. Trotzdem werde ich mal nachsehen, ob noch ein Fan auftaucht.

 

 

27.07.2013

Ein neuer Tag beginnt. Die Hitze ist extrem. Über 30 Grad schon wieder am Mittag. Draußen werden gerade Silo-Rundballen hergestellt.

Ich mache mich auf den Weg ins Café Schill. Vielleicht taucht noch ein Fan auf. Eine Stunde lang warte ich noch. In der Zeit sehe ich mich etwas um.

Nun gut, es muss wohl angekommen sein, dass der zweite Tag des Fantreffens abgesagt ist. Ich mache mich auf den Weg zur "Schwarzwaldklinik". Brauche unbedingt noch weitere Fotos für meine Sammlung. Mal sehen, was beim Ärztehaus los ist. Da finden weitere Aufnahmen für die SWR-Serie "Tiere bis unters Dach" statt. Es ist niemand da. Schnell mal Fotos machen. Man weiß ja nie, ob doch noch jemand auftaucht. Ein LKW der Produktionsfirma steht steht jedenfalls vor dem Haus.

Jetzt noch das gute Wetter nutzen für ein paar Landschaftsfotos. Die Hitze wird immer extremer. Unterwegs ist kaum ein Durchkommen möglich. Es sind viele Trecker unterwegs und stören den Verkehrsfluss.

Auf dem Balkon der Unterkunft sitzen und schwitzen. Das Thermometer zeigt 44 Grad. Auf dem Feld tut sich was. Die Silo-Rundballen werden an die Seite gefahren. Es entsteht ein Parkplatz. Aufgrund der extremen Hitze zieht es viele ins Freibad. Die Straße ist bereits zugeparkt. Aus dem Grund wurde eine Ausweichmöglichkeit geschaffen. Es herrscht ein Kommen und Gehen.

Am Abend hat es sich immer noch nicht abgekühlt. Das Thermometer zeigt über 30 Grad. So langsam bin ich nassgeschwitzt.

Es wird dunkel und immer noch extreme Wärme. In Richtung Frankreich zeigt sich die Sonne von ihrer schönsten Seite. Sie geht gerade unter und zaubert ein wunderschönes Orange an den Himmel.

Fenster aufmachen und lüften? Auf keinen Fall. Immer noch um die 30 Grad warm. Lieber geschlossen lassen und Ventilator einschalten. Der bringt wenigstens etwas Kühle. Mal kurz auf den Balkon gehen und fühlen, ob es endlich kälter geworden ist. Leider nicht. Dafür aber zeigt sich gerade etwas in weiter Ferne. Ein Gewitter zieht auf. Das reizt mich schon wieder. Wozu habe ich eine Kamera mit Langzeitbelichtung? Schnell auf ein Stativ montiert und raus auf den Balkon. Ich bin begeistert. Diese Blitze sehen fantastisch aus. Sowas bekommt man nicht alle Tage vor die Linse.

Es fängt an zu donnern. Jetzt aber schnell wieder rein und warten, bis das Gewitter abgezogen ist. Abgekühlt hat es sich immer noch nicht wirklich. Naja, 5 Grad weniger. Das ist ja schon mal was. Trotzdem sind 25 Grad immer noch zuviel für eine ruhige Nacht. Und nun hagelt es auch noch. Mein armes Auto. Das steht im Freien. Hoffentlich bleiben die Hagelkörner harmlos, sonst kann ich mit Beulen am Auto nach Hause fahren.

Gewitter ist weg. Schnell Fenster aufmachen und durchlüften. Mal eben nachsehen, wie es dem Auto geht. Keine Beulen. Gott sei Dank.

Kaum sind die Fenster ein paar Minuten offen, schon zieht das nächste Gewitter auf. Es fängt wieder an zu regnen. Ich gebe es auf und gehe ins Bett.

 

 

28.07.2013

Der vorletzte Tag im Glottertal bricht an. Vom gestrigen Gewitter ist nichts mehr zu sehen. Und die Hitze ist auch leider wieder da.

Was mache ich heute? Nun, ich werde nochmal zur "Schwarzwaldklinik" fahren und natürlich noch mehr Fotos machen. Oben angekommen sehe ich eine Gruppe von Schlepperfreunden. Sie besichtigen gerade die "Schwarzwaldklinik". Werde mal warten, bis alle wieder weg sind. Dann kann ich Fotos machen.

Das Wetter schlägt plötzlich um. Es ziehen Wolken auf. Die Temperatur fällt. Noch schnell zum Schleppertreffen. Da verlassen gerade viele Trecker fluchtartig die Wiesen. Es scheint ein Unwetter aufzuziehen. Bis es aber soweit ist, werde ich ein paar Fotos vom Rest des Schleppertreffens machen.

Jetzt noch kurz zur Tankstelle. Für die Heimfahrt fehlt noch etwas Benzin. Unterwegs entdecke ich zwei Störche. Normal sind mehr im Glottertal, aber denen scheint das Wetter im Moment nicht so zu passen.

Es ist schon spät. Zeit den Koffer zu packen. Alles muss wieder ins Auto. Es herrscht eine drückende Schwüle. Jetzt fängt es auch noch an zu regnen. Dicke Regentropfen fallen auf den Boden. Gibt es noch mehr davon? Schade, das war nur ein kurzes Intermezzo. Dann also weiter mit Koffer packen und raus damit ins Auto. 

Nach einer Stunde endlich fertig. Den Rest werde ich morgen ins Auto bringen. Jetzt habe ich noch eine Verabredung mit guten Freunden in einer Gaststätte. Ich werde mich mal an der Balkanküche versuchen. Das soll ja gut schmecken.

Mein Magen bedankt sich für das leckere Essen. Jetzt geht es wieder zurück in die Unterkunft. Den Abend lasse ich vor dem Fernseher ausklingen. Draußen hat es sich endlich merklich abgekühlt. Fenster aufmachen und mich auf eine angenehme Nacht freuen. Morgen geht es zurück in die Heimat. Schade!

 

 

29.07.2013

Der letzte Tag im Glottertal. Es gießt in Strömen. Starkregen ist angesagt. Ich packe so schnell wie möglich den Rest ins Auto. Dabei werde ich nass.

Jetzt aber los. Noch schnell bei der Metzgerei Reichenbach etwas zu essen holen für unterwegs. Dann geht es in Richtung Heimat.

Auf der Autobahn läuft es schleppend. Der Starkregen bremst den Verkehr aus.

Nach 30 Kilometern wird es trocken. Der Regen hat aufgehört. Jetzt kann man wieder Gas geben. Es ist ruhig auf der A5.

Kurz vor dem Wechsel auf die A45. Es kommt eine Durchsage im Radio. Schwerer Unfall auf der A5, 5 Kilometer Stau. Gott sei Dank, da bin ich längst vorbei.

Auf der A45 läuft es gut. Keine Störungen. Es ist bewölkt und mäßig warm. Die Klimaanlage kommt heute nicht zum Einsatz.

16.40 Uhr, zu Hause angekommen. Die Rückfahrt hat nur 4 Stunden und 30 Minuten gedauert. Eine sehr gute Zeit.

 

Gleich erstmal meinen Koffer wieder auspacken und dann einen schönen Abend machen.

 

Dies war mein zweiter längerer Aufenthalt im Glottertal. Ich hoffe, dass Euch mein Tagebuch gefällt. Mit großer Wahrscheinlichkeit werde ich noch ein weiteres Tagebuch schreiben. Lasst Euch überraschen.

 

Für mich war die Zeit im Glottertal schön, auch wenn mich das Wetter teilweise geschafft hat. So eine extreme Hitze muss ich nicht noch einmal haben. Das nächste Mal sollte ich besser eine andere Zeit aussuchen.

 

Vielen Dank für Euer Interesse!

 

Simone Rein

1. Verantwortliche

 

 

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