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Die Schwarzwaldklinik

 

News über "25 Jahre Schwarzwaldklinik"

 

18.10.2010

 

Die "Schwarzwaldklinik" bleibt geschlossen
Die ZDF-Erfolgsserie "Schwarzwaldklinik" wird nicht wiederbelebt. Es werde definitiv keine neuen Folgen geben, sagte Produzent Wolfgang Rademann (75) am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Eine Fortsetzung der Serie würde dem Original schaden. Zudem seien die meisten Schauspieler von damals gestorben. Fans der Serie setzen sich für einen Neustart ein. Sie haben eigenen Angaben zufolge europaweit mehr als 23.000 Unterschriften gesammelt.
Die "Schwarzwaldklinik" ist mit bis zu 28 Millionen Zuschauern die bis heute populärste und erfolgreichste deutsche Fernsehunterhaltungsserie. Vor 25 Jahren, am 22. Oktober 1985, kam die erste Folge auf den Bildschirm. Bis 1989 entstanden 73 Episoden. Zwei weitere Folgen wurden 2004 und 2005 gesendet. Die Serie, deren Außenaufnahmen in Glottertal bei Freiburg entstanden, war auch im Ausland ein Erfolg. Sie wurde in 43 Ländern ausgestrahlt.

 

Definitiv: Kein Comeback für Quotenknaller "Schwarzwaldklinik"
Die ZDF-Erfolgsserie "Schwarzwaldklinik" wird nicht wiederbelebt. Es werde definitiv keine neuen Folgen geben, sagte Produzent Wolfgang Rademann (75) am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Eine Fortsetzung der Serie würde dem Original schaden.
Zudem seien die meisten Schauspieler von damals gestorben. Fans der Serie setzen sich für einen Neustart ein. Sie haben eigenen Angaben zufolge europaweit mehr als 23.000 Unterschriften gesammelt.
Die "Schwarzwaldklinik" ist mit bis zu 28 Millionen Zuschauern die bis heute populärste und erfolgreichste deutsche Fernsehunterhaltungsserie. Vor 25 Jahren, am 22. Oktober 1985, kam die erste Folge auf den Bildschirm. Bis 1989 entstanden 73 Episoden. Zwei weitere Folgen wurden 2004 und 2005 gesendet.
Die Serie, deren Außenaufnahmen in Glottertal bei Freiburg entstanden, war auch im Ausland ein Erfolg. Sie wurde in 43 Ländern ausgestrahlt.


Die "Schwarzwaldklinik" feiert 25. Geburtstag - Das ZDF blickt zurück
Die "Schwarzwaldklinik" war die deutsche Antwort auf US-Serien wie "Dallas" und "Denver-Clan". Sie zog in den 80er Jahren weltweit Millionen Menschen in ihren Bann. Vor genau 25 Jahren, am 22. Oktober 1985, wurde die erste Folge gesendet.
Das markante Klinikgebäude in Glottertal bei Freiburg, an dem die Außenaufnahmen entstanden, wurde rund um den Globus einem Millionenpublikum bekannt. Ein Vierteljahrhundert später genießt die Serie Kultstatus. Das ZDF erinnert diese Woche daran.Bis zu 28 Millionen Menschen saßen damals vor den TV-Geräten, als die Schauspieler Klausjürgen Wussow, Gaby Dohm, Sascha Hehn, Eva- Maria Bauer und andere ihre Ärzte- oder Schwesternkittel überstreiften.
Die "Schwarzwaldklinik" war damit ein Straßenfeger. Auch international wurde die Serie ein Erfolg. Sie wurde in 43 Ländern ausgestrahlt und gehört damit zu den deutschen TV-Bestsellern im Ausland. Im deutschen Fernsehen wurde die TV-Klinik in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten acht Mal wiederholt. An den Drehorten im Schwarzwald löste die Serie einen Touristenboom aus.

"Das Krankenhaus am Rande der Stadt" diente als Vorbild

"Die Schwarzwaldklinik war ein Phänomen, wie wir es in Deutschland zuvor nie hatten und auch nicht wieder haben werden", sagt der Produzent der Serie, Wolfgang Rademann. Der heute 75-Jährige ließ sich von der tschechischen Fernsehserie "Das Krankenhaus am Rande der Stadt" inspirieren, die Ende der 70er Jahre entstand. "Die Einschaltquoten der Schwarzwaldklinik sind bis heute unerreicht. Und sie werden auch nicht mehr getoppt werden können", sagt Rademann. Konkurrenz durch das Privatfernsehen gab es damals noch nicht.
"Deutschland stand Kopf", erinnert sich Schauspielerin Barbara Wussow (49), die an der Seite ihres Vaters die Rolle der Lernschwester Elke übernahm. Sie war von der ersten bis zur letzten Folge dabei. "Die Schwarzwaldklinik wurde zu einem Blockbuster, wie man heute sagen würde, und für viele kommende Arztserien zum Wegbereiter", sagt sie. "Der Trubel und der Medienrummel um die Serie waren gigantisch, die Begeisterung der Massen wirkte berauschend."

Vorreiter für mehr als 25 Arztserien

Allein in Deutschland wurden nach dem Ende der "Schwarzwaldklinik" mehr als 25 Ärzteserien ins Fernsehen gebracht. Den Erfolg des Vorbildes schaffte keine. Selbst Kritik konnte der "Schwarzwaldklinik" nichts anhaben. Manchen war die Serie zu seicht, professionelle Mediziner bezeichneten sie als wenig authentisch.
Zwischen 1985 und 1998 kamen 73 Folgen auf den Bildschirm. 2004 und 2005 gab es zwar zwei neue Episoden. Doch danach war endgültig Schluss. Einen Neustart der Serie lehnt Produzent Rademann ab. "Eine Wiederbelebung würde dem Original schaden", sagt er. Zudem seien die meisten Schauspieler von damals inzwischen gestorben.
Doch die Fans haben weiter Hoffnung. Sie haben europaweit mehr als 23 000 Unterschriften für eine Fortsetzung der Serie gesammelt. Rademann will davon nichts wissen. Er konzentriert sich auf die Endlosserie "Traumschiff", die er seit 1981 für das ZDF produziert. "Ich liege lieber unter Palmen als unter Tannen", sagt er.

Rademann und Wussow erinnern sich

Doch Rademann und Wussow erinnern sich gern zurück. An diesem Mittwoch, (20. Oktober), 23.15 Uhr, berichten sie bei ZDF-Talker Markus Lanz aus den fünf Jahren, in denen die Serie entstanden ist. Am Samstag (23. Oktober), 14.00 Uhr, wiederholt das ZDF zum Jubiläum die letzte Folge der Serie. Sie trägt den Titel "Hochzeit mit Hindernissen". Anschließend, um 14.45 Uhr, läuft der 90-Minuten-Film "Die nächste Generation". Sie ist vor fünf Jahren, zum 20-jährigen Bestehen der Serie, erstmals gesendet worden.


Darum wird die "Schwarzwaldklinik" nicht fortgesetzt
Ein Schlag für unzählige Fans der erfolgreichsten Kult-TV-Klinik. Eine Fortsetzung der "Schwarzwaldklinik" wird es nicht geben.
Aus und vorbei. Endgültig. Trotz Unterschriftenaktion - Fans haben nach eigenen Angaben europaweit 23.000 Unterschriften gesammelt - wird die ZDF-Erfolgsserie ,,Schwarzwaldklinik" nicht widerbelebt.
Laut Produzent Wolfgang Rademann bestünde die Gefahr, dass eine Fortsetzung dem Serienoriginal schaden könne. Außerdem ist ein Großteil der ehemaligen Schauspieler bereits verstorben.
Mit bis zu 28 Millionen Zuschauern ist die ,,Schwarzwaldklinik" bis heute die populärste und erfolgreichste deutsche Fernsehserie. Die Erfolgsstory begann vor 25 Jahren. Am 22. Oktober 1985 wurde die erste Folge im Fernsehen ausgestrahlt und war schon da ein Quotenhit. Bis 1989 entstanden 73 Episoden.
Insgesamt wurde die ,,Schwarzwaldklinik" weltweit in 43 Ländern ausgestrahlt.


Trotz Fan-Aktion: Kein "Schwarzwaldklinik"-Comeback
Mehr als 23.000 Unterschriften für eine Wiederaufnahme sammelten "Schwarzwaldklinik"-Fans. Eine Fortsetzung wird es aber definitiv nicht geben. Das würde dem Original schaden, fürchtet der Produzent.
Die "Schwarzwaldklinik" bleibt geschlossen: Es werde definitiv kein Comeback für die immens erfolgreiche deutschen Fernsehserie geben, sagte Produzent Wolfgang Rademann am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Eine Fortsetzung der ZDF-Serie würde dem Original schaden, glaubt der 75-Jährige. Zudem seien die meisten Schauspieler von damals gestorben. Fans der Serie setzen sich mit einer Unterschriften-Aktion für einen Neustart der "Schwarzwaldklinik" ein. Sie haben eigenen Angaben zufolge europaweit mehr als 23.000 Unterschriften gesammelt.
Vor 25 Jahren erstmals ausgetrahlt
Die "Schwarzwaldklinik" ist mit bis zu 28 Millionen Zuschauern die bis heute populärste und erfolgreichste deutsche Fernsehunterhaltungsserie. Vor 25 Jahren, am 22. Oktober 1985, kam die erste Folge auf den Bildschirm.
Bis 1989 entstanden 73 Episoden. Zwei weitere Folgen wurden 2004 und 2005 gesendet. Die Serie, deren Außenaufnahmen in Glottertal bei Freiburg entstanden, war auch im Ausland ein Erfolg. Sie wurde in 43 Ländern ausgestrahlt.


Nie wieder "Schwarzwaldklinik"
GLOTTERTAL - Produzent erteilt Absage
Es wird definitiv keine neuen Folgen der Erfolgsserie „Schwarzwaldklinik“ geben. Das sagte Produzent Wolfgang Rademann der Nachrichtenagentur dpa. Eine Fortsetzung der Serie würde dem Original schaden, so Rademacher. Außerdem würden die meisten der damaligen Schauspieler nicht mehr leben. Fans der Schwarzwaldklinik setzen sich seit Jahren für einen Neustart ein. Europaweit haben sie schon mehr als 23.000 Unterschriften gesammelt.


TV-Jubiläum: Ein Straßenfeger - Die "Schwarzwaldklinik" wird 25 Jahre alt
GLOTTERTAL  Sie haben TV-Geschichte geschrieben: Professor Brinkmann, Oberschwester Hildegard und Pfleger Mischa. Die „Schwarzwaldklinik“ im ZDF wurde vor 25 Jahren zum ersten Mal gesendet und war ein Straßenfeger. Wiederbelebt wird sie aber nicht mehr - auch wenn Fans das fordern.
Die „Schwarzwaldklinik“ war die deutsche Antwort auf US-Serien wie „Dallas“ und „Denver-Clan“. Sie zog in den 80er Jahren weltweit Millionen Menschen in ihren Bann. Vor genau 25 Jahren, am 22. Oktober 1985, wurde die erste Folge gesendet.  Das markante Klinikgebäude in Glottertal bei Freiburg, an dem die Außenaufnahmen entstanden, wurde rund um den Globus einem Millionenpublikum bekannt. Ein Vierteljahrhundert später genießt die Serie Kultstatus. Das ZDF erinnert diese Woche daran.

Bis zu 28 Millionen Zuschauer

Bis zu 28 Millionen Menschen saßen damals vor den TV-Geräten, als die Schauspieler Klausjürgen Wussow, Gaby Dohm, Sascha Hehn, Eva- Maria Bauer und andere ihre Ärzte- oder Schwesternkittel überstreiften. Die „Schwarzwaldklinik“ war damit ein Straßenfeger.
Auch international wurde die Serie ein Erfolg. Sie wurde in 43 Ländern ausgestrahlt und gehört damit zu den deutschen TV-Bestsellern im Ausland. Im deutschen Fernsehen wurde die TV-Klinik in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten acht Mal wiederholt. An den Drehorten im Schwarzwald löste die Serie einen Touristenboom aus.

Von tschechischer TV-Serie inspiriert

Die Schwarzwaldklinik war ein Phänomen, wie wir es in Deutschland zuvor nie hatten und auch nicht wieder haben werden“, sagt der Produzent der Serie, Wolfgang Rademann. Der heute 75-Jährige ließ sich von der tschechischen Fernsehserie „Das Krankenhaus am Rande der Stadt“ inspirieren, die Ende der 70er Jahre entstand. „Die Einschaltquoten der Schwarzwaldklinik sind bis heute unerreicht. Und sie werden auch nicht mehr getoppt werden können“, sagt Rademann. Konkurrenz durch das Privatfernsehen gab es damals noch nicht.
Deutschland stand Kopf“, erinnert sich Schauspielerin Barbara Wussow (49), die an der Seite ihres Vaters die Rolle der Lernschwester Elke übernahm. Sie war von der ersten bis zur letzten Folge dabei. „Die Schwarzwaldklinik wurde zu einem Blockbuster, wie man heute sagen würde, und für viele kommende Arztserien zum Wegbereiter“, sagt sie. „Der Trubel und der Medienrummel um die Serie waren gigantisch, die Begeisterung der Massen wirkte berauschend.“

Keiner kommt an den Erfolg heran

Allein in Deutschland wurden nach dem Ende der „Schwarzwaldklinik“ mehr als 25 Ärzteserien ins Fernsehen gebracht. Den Erfolg des Vorbildes schaffte keine. Selbst Kritik konnte der „Schwarzwaldklinik“ nichts anhaben. Manchen war die Serie zu seicht, professionelle Mediziner bezeichneten sie als wenig authentisch.
Zwischen 1985 und 1998 kamen 73 Folgen auf den Bildschirm. 2004 und 2005 gab es zwar zwei neue Episoden. Doch danach war endgültig Schluss. Einen Neustart der Serie lehnt Produzent Rademann ab. „Eine Wiederbelebung würde dem Original schaden“, sagt er. Zudem seien die meisten Schauspieler von damals inzwischen gestorben.

Fans hoffen immer noch auf ein Comeback

Doch die Fans haben weiter Hoffnung. Sie haben europaweit mehr als 23.000 Unterschriften für eine Fortsetzung der Serie gesammelt. Rademann will davon nichts wissen. Er konzentriert sich auf die Endlosserie „Traumschiff“, die er seit 1981 für das ZDF produziert. „Ich liege lieber unter Palmen als unter Tannen“, sagt er.
Doch Rademann und Wussow erinnern sich gern zurück. An diesem Mittwoch, (20. Oktober), 23.15 Uhr, berichten sie bei ZDF-Talker Markus Lanz aus den fünf Jahren, in denen die Serie entstanden ist. Am Samstag (23. Oktober), 14.00 Uhr, wiederholt das ZDF zum Jubiläum die letzte Folge der Serie. Sie trägt den Titel „Hochzeit mit Hindernissen“. Anschließend, um 14.45 Uhr, läuft der 90-Minuten-Film „Die nächste Generation“. Sie ist vor fünf Jahren, zum 20-jährigen Bestehen der Serie, erstmals gesendet worden. 

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19.10.2010


Keine Fortsetzung der "Schwarzwaldklinik"
Die ZDF-Kultserie "Schwarzwaldklinik" wird keine Fortsetzung erhalten. Eine entsprechende Unterschriftenaktion von unverdrossenen Fans der Serie stieß bei den ZDF-Oberen auf taube Ohren.
Auch 23 000 Unterschriften, die Schwarzwaldklinikfans laut eigenen Angaben europaweit sammelten, konnten die Herzen der ZDF-Verantwortlichen nicht erweichen. Die Erfolgsserie wird nicht wiederbelebt. Produzent Wolfgang Rademann sagte der Nachrichtenagentur dpa, es bestehe die Gefahr, dass eine Fortsetzung dem Serienoriginal schaden könne. Außerdem sei ein Großteil der ehemaligen Schauspieler bereits verstorben, so der 75-Jährige.
Bis zu 28 Millionen Zuschauer saßen seinerzeit bei der "Schwarzwaldklinik" vor den Fernsehern. Damit ist sie bis heute die populärste und erfolgreichste deutsche Fernsehserie. Die erste Folge wurde am 22. Oktober 1985 im ZDF ausgestrahlt. Bis 1989 entstanden 73 Episoden.
Zwei weitere Folgen wurden in den Jahren 2004 und 2005 gesendet. Die Serie, die in Glottertal bei Freiburg gedreht wurde, war auch im Ausland ein Quotenhit. In 43 Ländern liefen die Episoden mit Dr. Brinkmann und Co.


"Schwarzwaldklinik" - Wolfgang Rademann liegt lieber unter Palmen

Die ZDF-Erfolgsserie "Schwarzwaldklinik" wird nicht wieder belebt. Es werde definitiv keine neuen Folgen geben, sagte gestern Wolfgang Rademann (75). "Ich liege lieber unter Palmen als unter Tannen", sagte der Produzent, auf dessen Konto auch das "Traumschiff" geht. Eine Fortsetzung der "Schwarzwaldklinik" würde dem Original schaden. Zudem seien die meisten Schauspieler von damals gestorben. Fans der Serie setzen sich für einen Neustart ein. Sie haben eigenen Angaben zufolge europaweit mehr als 23 000 Unterschriften gesammelt.

 

Kein Comeback für die "Schwarzwaldklinik"
Trotz Unterschriftenaktion - Fans haben nach eigenen Angaben europaweit 23.000 Unterschriften gesammelt - wird die ZDF-Erfolgsserie "Schwarzwaldklinik" nicht widerbelebt. Wie die "Hamburger Morgenpost" berichtet, bestünde laut Produzent Wolfgang Rademann die Gefahr, dass eine Fortsetzung dem Serienoriginal schaden könne. Außerdem sei ein Großteil der ehemaligen Schauspieler bereits verstorben. Mit bis zu 28 Millionen Zuschauern ist die "Schwarzwaldklinik" bis heute die populärste und erfolgreichste deutsche Fernsehserie.

 

Blick ins Archiv: 25 Jahre Schwarzwaldklinik
Vor 25 Jahren hat das ZDF die erste Folge der Fernsehserie "Schwarzwaldklinik" ausgestrahlt. Ein Blick ins BZ-Archiv zeigt, wie damals über die Dreharbeiten im Glotteral und an anderen Orten Südbadens berichtet wurde.
Sie ist bis heute die erfolgreichste deutsche Unterhaltungsserie im Fernsehen – bis zu 28 Millionen Zuschauer saßen am Samstagabend vor den Bildschirmen: Die "Schwarzwaldklinik". Vor 25 Jahren, am 22. Oktober 1985, sendete das ZDF die erste von insgesamt 70 Folgen. Anlass genug, anhand der Berichterstattung der BZ die Dreharbeiten in der Regio nachzuvollziehen.

Die Ankündigung

Am 22. Februar 1984 berichtet die BZ von den Plänen des ZDF, nach dem "Traumschiff" eine neue "Serie fürs Herz" zu drehen: "Die Schwarzwaldklinik". Kurdirektoren, Bürgermeister und Landräte gehen in Stellung, denn es geht um Drehorte in Region, die vom Tourismus lebt, um die Kulisse einer Klinik und um Hotels, in denen 160 Schauspieler und ein 25-köpfiges Aufnahmeteam Platz finden. Am 29. Juni heißt es: "Das Indikativ für die ,Schwarzwaldklinik’ wird voraussichtlich das Glottertal bieten." Motiv-Aufnahmeleiter Günther Gütersloh vermeldet laut BZ vom 14. Juli 1984: "Wir werden quer durch den Schwarzwald drehen." Genannt sind die Triberger Wasserfälle, die Klosterkirche in St. Peter, das Schloss in Bonndorf, Schluchsee, Titisee. Später werden es mehr als 60 Drehorte sein – weit über den Schwarzwald, ja sogar über Deutschland hinaus.
Die Macher der Serie wecken von Beginn an hohe Erwartungen: Drehbuchautor Herbert Lichtenfeld verspricht eine aufregende Serie mit viel Action wie "Bankraub, Abstürze und schwierige Rettungsaktionen". Die Szenen im Operationssaal würden so realistisch wie möglich unter Anleitung von Fachärzten gedreht. Andererseits gehe es aber auch um Liebe, Herz und Schmerz, und "der Chefarzt wird dabei eine entscheidende Rolle spielen". Produzent Wolfgang Rademann will mit der Schwarzwaldklinik "das ganz große Ding" drehen.

Die Dreharbeiten

Am 27. Juli 1984 berichtet die BZ ausführlich vom zweiten Drehtag auf der Landesstraße 156 zwischen Schluchsee und Lenzkirch. Eine Unfallszene wird gefilmt: Der ADAC hat einen demolierten Wagen zwischen Bäume platziert, die Leitplanke ist zerstört, eine Bremsspur wurde aufgemalt. "Ich hab’ nur ein paar Schrammen" darf der Verletzte der Bergwacht zurufen, und mit diesem Zitat ist auch der Artikel in der BZ überschrieben.
Von Tanja und Melanie aus Hinterzarten berichtet die BZ nur vier Tage später. Die Mädchen dürfen bei der Fernsehtrauung von Professor Brinkmann (Klausjürgen Wussow) und Krankenschwester Christa (Gaby Dohm) in der Klosterkirche St. Peter Blumen streuen. Erwähnt wird in dem Artikel auch, dass das ZDF mit der Sendereihe Neuland betrete: "Mit 23 Folgen ist die Serie größtes deutsches Fernsehprojekt und nimmt zumindest im Umfang amerikanisches Serienformat an." Eine Stunde Film koste den Sender rund eine Million Mark – doch dass das Geld gut investiert sei, sind sich die Macher schon zu dem Zeitpunkt sicher: Lichtenfeld sagt: "Diese Serie wird ein Erfolg."
Auch im August wird der Dreh der Serie akribisch verfolgt. Neun weitere Artikel widmen sich dem Fernsehgeschehen – einmal geht es um die Aufnahmen rund um eine Wunderquelle oberhalb des "Sternen" in Obersimonswald, bei der die (echte) Polizei aus Waldkirch eine wichtige Rolle spielt. Ein andermal wird ein Bootshaus beim Titisee zur Kulisse: Udo Brinkmann (Sascha Hehn) und Lernschwester Elke (Barbara Wussow) haben hier ein heimliches Stelldichein und werden von einem Nebenbuhler überrascht.
Auch ein Jahr später, die zweite Zwölfer-Staffel wird gedreht, lohnt es sich für die BZ weiterhin, über die Geschehnisse am Set zu berichten. Am 13. Juli 1985 etwa kann man lesen, wie der neue Regisseur Hans-Jürgen Tögel vom (eigentlich zahmen Fernseh-)Löwen "Fritzchen" unplanmäßig in die Wade gebissen wird. Die Wunde ist tief, die Dreharbeiten werden unterbrochen, der Regisseur in die echte Schwarzwaldklinik eingeliefert.
Zum Start der Serie am 22. Oktober finden sich gleich vier Artikel in der Badischen Zeitung: "Doktorspiele im Glottertal" ist der Haupttext übertitelt . Auch kommentiert wird das Fernsehereignis aus und für die Region.

Das Echo

Die Resonanz der Zuschauer wird am 24. Oktober in der BZ eingefangen. Hat sich das angespannte Warten gelohnt? Eine BZ-Umfrage in Titisee-Neustadt ergibt, dass der eineinhalbstündige Pilotfilm "den Geschmack des breiten Publikums trifft". Die Handlung sei "so richtig aus dem Leben gegriffen", urteilt eine Befragte. Die deutsche Produktion könne auf jeden Fall mit Serien aus Amerika, wie "Dallas" und "Denver" mithalten. Doch die BZ fängt auch kritische Stimmen ein: "Mich hat nichts gefesselt, das waren Szenen, wie man sie aus tausend anderen Filmen kennt." Das ZDF hat Grund, sogar euphorisch zu sein, die "Schwarzwaldklinik" ist ein "Straßenfeger". Wie die BZ berichtet, erzielte der Auftakt der Serie eine Einschaltquote von 61 Prozent – konkret heißt das, es saßen 24,5 Millionen Menschen vor den Bildschirmen.

Und dann?

Der Boom, der um die Klinik im Glottertal, aber auch andere Drehorte im Schwarzwald einsetzte, war immens. Die Serie wurde in 43 Ländern ausgestrahlt und in den 25 Jahren acht Mal wiederholt.
Quelle: Badische Zeitung
 


20.10.2010


Dr. House im Glottertal
Vor einem Vierteljahrhundert gab’s die erste "Schwarzwaldklinik"
Es war uns nicht möglich, in der Kürze der Zeit nachzuzählen, wie viele Gesundheitsreformen es in Fernsehkliniken seither gab. Seit, vor 25 Jahren, am 22. Oktober 1985, die erste Folge der "Schwarzwaldklinik" vom Stapel lief. Eins ist klinisch klar, wenn wir mit nostalgischer Wehmut hinüber ins Glottertal blicken: So ein Krankenhaus wäre heute nicht mehr existenzfähig. Nicht mal im ZDF.
Als Professor Brinkmann, Pfleger Mischa und all die anderen Retortengeschöpfe aus der Produktionsschmiede Rademann sich noch um die wöchentliche Fernsehzuschauer-Gesundung sorgten, war die Welt noch eine andere. Weitgehend zweigeteilt in Ost und West, gut und böse und frei von Globalisierung. Entsprechend war die Schwarzwaldklinik mit deutschen Ärzte- und Pflegerteams ausgestattet, freilich mit zuweilen durchlässigen Hierarchien. Dass aus Schwester Christa eine Frau Professor Dr. Brinkmann wurde, ist ein treffliches Beispiel dafür, dass Leistung sich damals noch auszahlte. Auch in der Schwarzwaldklinik.
Unsere Gegenwart nun hat den Mikrokosmos Klinik keineswegs aus dem TV-Leben verbannt, im Gegenteil: Aber in "Emergency Room", "Grey’s Anatomy" oder "Dr. House" werden fast nur noch die kompliziertesten Fälle gelöst; da verstehen wir über weite Strecken allenfalls Medizinfachchinesisch, sind aber gerade darob stolz, dabei sein zu dürfen. Fälle, wie sie Dr. House auf seiner Schiefertafel löst, wären bei Professor Brinkmann nicht mal am Kaminfeuer im Hüsli verhandelt worden. Freilich, unter dem forschen Regiment von Oberschwester Hildegard wäre vielleicht aus so einem wie Dr. House noch ein ordentlicher Weißkittel geworden, der sich statt der Überdosis Schmerzmittel lieber mal ein Viertele Gutedel gönnte. Tempi passati, wie wir Dauerglotzer zu sagen pflegen – auch ob der offenbar noch immer nicht verkauften Klinik-Kulisse im Glottertal. Ob man es nicht doch wieder mal versuchen sollte – mit einer "Black Forest Emergency Room Anatomy"?  

Quelle: Badische Zeitung


Die Walddoktoren

«Die Schwarzwaldklinik» hält seit 25 Jahren einen deutschen Fernsehrekord. Auch wenn moderne Arztserien wie «Dr. House» und «Grey's Anatomy» die Brinkmanns längst verdrängt haben.
«Die Heimkehr. Ein feierliches Gefühl, was?» Mit diesen Worten von Professor Klaus Brinkmann an seine Mutter startete am 22. Oktober 1985 «Die Schwarzwaldklinik», die erfolgreichste Serie der deutschen Fernsehgeschichte. Vier Jahre lang schalteten jeden Samstag Millionen von Zuschauern ein, wenn Brinkmann seine Patienten tröstete (und manchmal auch operierte), wenn er mit Schwester Christa turtelte oder sich mit Sohn Udo stritt.
Auch heute, nach 25 Jahren, hält die Serie rund um die Klinik im Glottertal einen Rekord. Fast 28 Millionen Fernsehzuschauer sahen die siebte Folge der «Schwarzwaldklinik» – und machten sie zur einzigen Sendung ohne Fussball in den Top Ten der ewigen Deutschen Bestenliste.
Lange pilgerten Busladungen voller Fans in den Schwarzwald, um ihr Lieblingsspital – eine ehemalige Fachklinik für Innere Medizin und Psychosomatik – zu besichtigen. Sie kamen aus aller Welt, da die Arztserie in fast 40 Ländern ausgestrahlt wurde.
Vor Ort täuschten manche sogar Herzanfälle vor im Glauben, sich so in die heilenden Hände von Professor Brinkmann zu begeben. Dabei «operierte» dieser in einem Filmstudio in Hamburg. Nur die Aussenaufnahmen wurden tatsächlich im Schwarzwald gedreht.
Mit heutigen Augen betrachtet ist der Erfolg der «Schwarzwaldklinik» nur noch schwer nachzuvollziehen.

Singles operieren in Städten

Mit heutigen Augen betrachtet ist der Erfolg der «Schwarzwaldklinik» nur noch schwer nachzuvollziehen.
Die Serie zeigt eine kitschige Idylle auf dem Land, wo die Dialoge nur zäh fliessen und die Figuren stur so bleiben, wie sie sind. Meist zwitschern die Vögel, lächeln die Menschen, und am Ende wird dank den Brinkmanns alles gut.
Moderne Ärzteserien sehen anders aus. Längst haben Formate wie «Dr. House» oder «Grey's Anatomy» die Brinkmanns verdrängt.
Hier hasten hübsche Ärzte (meist Singles) durch die Gänge, operieren in Spitälern aus Glas und Stahl (meist in Grossstädten) und haben Sex in der Garderobe (weil die meisten sowieso kein Privatleben haben). In jeder Folge geht es um Leben und Tod, die Assistenzärzte schuften ohne Pause, und selbst der Chefarzt macht Fehler. «Die Zeiten haben sich geändert», erkannte denn auch «Schwarzwaldklinik»-Produzent Wolfgang Rademann und liess seine Serie schliesslich sterben.
«Ich werde meine eigene Legende nicht kaputtmachen», sagte er beim letzten Wiederbelebungsversuch im Sommer 2004 gegenüber dieser Zeitung, als er auf der Insel Mainau im Bodensee die finale «Schwarzwaldklinik»-Folge drehte. Spätestens seit dem Tod von Brinkmann-Darsteller Klausjürgen Wussow im Jahr 2007 ist an eine Fortsetzung nicht mehr zu denken.

Klinik als Edelpuff

Heute ist die «Schwarzwaldklinik» im Glottertal nicht mehr in Betrieb. Die Patienten haben das Haus verlassen und werden in einem moderneren Spital in der Nähe betreut. Die alte Klinik steht zum Verkauf, und gemäss der zuständigen Immobilienfirma zeigen die schillerndsten Parteien Interesse, vom Urnenbestatter bis zum Edelpuff-Betreiber.
Zum 25-Jahr-Jubiläum der Serie herrscht jetzt in der «Schwarzwaldklinik» aber wieder Betrieb, zumindest von morgen Donnerstagabend bis zum Sonntagmorgen. Der Deutsche Privatsender Romance TV zeigt noch einmal alle 70 Originale samt den später gedrehten Folgen. Von der feierlichen Heimkehr mit Mutter bis zur Hochzeit auf der Insel Mainau.

 

 

21.10.2010


Erfolgsserie und Kultgeschichte zugleich
Die Schwarzwaldklinik”: Die Mutter aller deutschen Arztserien wird 25 Jahre alt
Wer kennt sie nicht, die "Schwarzwaldklinik"! Sie ist die deutsche Antwort auf die US-Serien "Dallas" oder "Denver Clan" und lockte Millionen von Zuschauern im In- und Ausland vor die Bildschirme. Nun feiert die "Schwarzwaldklinik" ihren 25. Geburtstag.

Angefangen hat alles im Sommer 1984, da begannen die ersten Dreharbeiten der insgesamt 70 Folgen dieser Kultgeschichte. An mehr als 360 verschiedenen Drehorten im und um den Schwarzwald herum entstand die bis heute erfolgreichste deutsche Serie und zugleich die Mutter aller deutschen Arztserien. Nicht nur die schöne Landschaft oder die gelungenen Drehbücher machten die "Schwarzwaldklinik" zu dem, was sie jetzt ist, nein, auch die hervorragenden Darsteller und das eingespielte und erfahrene Film und Produktionsteam verhalfen dieser Arztserie zum Kultstatus.Als dann am 22. Oktober 1985 die erste Folge mit dem Titel "Die Heimkehr" im ZDF ausgestrahlt wurde, brach der Run auf die "Schwarzwaldklinik" unaufhaltbar los. Woche für Woche zog die Serie dann bis zu 28 Millionen Zuschauer vor die Fernsehgeräte der Nation und wurde somit im Schnitt von 60 Prozent der damaligen Fernsehhaushalte gesehen.

Nachdem die "Schwarzwaldklinik" in Deutschland regelmäßig den ersten Platz der Quoten-Hitliste belegte, sollte auch das Ausland nicht zu kurz kommen. Kurzum wurde die Serie in mehr als 40 Länder verkauft und dort ausgestrahlt, ebenfalls mit überwältigenden Einschaltquoten. Das beschauliche Weinörtchen Glottertal, die eigentliche Heimat der "Schwarzwaldklinik", wurde in dieser Zeit täglich von mehreren hundert Fans regelrecht überrannt, teilweise musste das Klinikgelände sogar weiträumig abgesperrt werden. Die "Schwarzwaldklinik" war nicht nur zur Touristenattraktion Nummer Eins geworden, sondern beherrschte auch die deutsche Presselandschaft.

Der Glottertäler Rolf-Fritz Schill nutzte diese Gelegenheit und baute sein damaliges Friseurgeschäft flugs zu einem Café und Souvenirhandel aus. Bis heute beherbergt das Café Schill viele Erinnerungsstücke und Informationen aus den "Schwarzwaldklinik"-Jahren. Leider ist dieses Café nach 25 Jahren fast das Einzige, das an die damalige erfolgreiche Zeit erinnert.

Der Carlsbau wie das Gebäude der "Schwarzwaldklinik" in Wirklichkeit heiß, steht seit Jahren leer und soll mittlerweile verkauft werden. Bis heute hat sich jedoch kein Käufer gefunden, der das stark renovierungsbedürftige Gebäude, das im Jahr 1913 ursprünglich als Sanatorium erbaut und später als Rehaklinik genutzt wurde, wieder mit Leben füllen könnte. Obwohl der Besucheransturm der "Schwarzwaldklinik"-Fans stark nachgelassen hat, pilgern auch heute noch Hunderte von Fans im Jahr zur Klinik, um sich an der beliebten Außenkulisse dieser besonderen Arztserie zu erfreuen.

Als dann das ZDF in den Jahren 2004 und 2005 nochmals zwei Folgen in Spielfilmlänge mit den Titeln "Die nächste Generation" und "Neue Zeiten" zum damaligen 20. Jubiläum produzierte, nahm der Besucherandrang erneut schlagartig zu. Alle wollten sehen, was aus Professor Brinkmann und seinem Team nach so langer Zeit geworden war.

Tatsächlich wurden diese beiden neuen Folgen mit fast der kompletten alten Besetzung gedreht. Neu in die Arztfamilie Brinkmann stießen Alexander Wussow als mittlerweile erwachsen gewordener Filmsohn Benjamin und Eva Habermann als dessen Ehefrau Sophie, beide ebenfalls Ärzte.

12,48 Millionen Zuschauer bei der ersten und mehr als sieben Millionen Zuschauer bei der zweiten Folge konnte das ZDF verzeichnen – für die heutige Zeit wieder ein unglaublicher Sendeerfolg.

Leider verstarben kurz nach diesen beiden Neuauflagen einige der wichtigsten Darsteller, sodass Produzent Wolfgang Rademann keine weiteren Folgen mehr drehen möchte. Auch die Unterschriftenaktion eines in Ulm gegründeten Fanclubs konnte Rademann nicht umstimmen.

Und so bleibt die legendäre "Schwarzwaldklinik" auch nach 25 Jahren noch das was sie schon immer war – eine der unglaublichsten Erfolgsgeschichten des deutschen Fernsehens.

 

Die Wahrheit über Professor Brinkmann
Kai Witzel zu den Spätfolgen der ZDF-„Schwarzwaldklinik“ und anderer TV-Arztserien.
Bei der Visite war es passiert. Die ältere Dame, die am Vortag operiert wurde, hatte die Hand des Oberarztes ergriffen und gebeten, er solle sich setzen. Sie bat darum, die anderen hinauszuschicken – sie habe ein privates Problem mit ihm zu bereden. Ob die Schwester vielleicht einen Kaffee bringen könne. Der Oberarzt hatte einigermaßen verständnislos reagiert mit dem Hinweis darauf, dass noch andere Patienten visitiert werden müssten. Der Vorfall hatte eine Beschwerde zur Folge: Ein solch unhöfliches Gebaren sei die Patientin gar nicht gewöhnt, andere Ärzte hätten immer ein offenes Ohr, insbesondere dieser nette Professor Brinkmann.
Bei der Visite war es passiert. Die ältere Dame, die am Vortag operiert wurde, hatte die Hand des Oberarztes ergriffen und gebeten, er solle sich setzen. Sie bat darum, die anderen hinauszuschicken – sie habe ein privates Problem mit ihm zu bereden. Ob die Schwester vielleicht einen Kaffee bringen könne. Der Oberarzt hatte einigermaßen verständnislos reagiert mit dem Hinweis darauf, dass noch andere Patienten visitiert werden müssten. Der Vorfall hatte eine Beschwerde zur Folge: Ein solch unhöfliches Gebaren sei die Patientin gar nicht gewöhnt, andere Ärzte hätten immer ein offenes Ohr, insbesondere dieser nette Professor Brinkmann.Seit 25 Jahren ist er nun dem Fernsehpublikum bekannt, der stets sympathische, besorgt dreinschauende Chirurg, der nie auch nur eine Sekunde zaudert, sondern immer gleich weiß, was zu tun ist. Der Chefarzt kümmert sich kompetent und liebevoll rund um die Uhr um alle Patienten. Wer Professor Brinkmann von der Schwarzwaldklinik im Internet sucht, kann sich auf über 200.000 Treffer bei Google freuen – zum Vergleich: Deutschlands vielleicht bekanntester echter Chirurg, Professor Siewert aus Heidelberg, kommt gerade mal auf 14.000 Treffer.
Soviel Dynamik, Fähigkeit und Herzenswärme wie Professor Brinkmann und sein Team vorlebten, können eben nicht spurlos am deutschen Patienten vorübergehen, zumal in nahezu allen nachfolgenden deutschen Arztserien die in der Schwarzwaldklinik vorgelebte Rolleneinteilung von Arzt und Helfern kopiert wurden: das Krankenhauspersonal ist nicht nur fachlich hervorragend, patientenorientiert und aufopferungsvoll, sondern auch streng hierarchisch organisiert – nur selten müpft mal eine Schwester so frech auf wie Schwester Nikola. Die wahren Krankenhaushalbgötter sind die Chirurgen, nahezu durchgehend männlich und gut aussehend, die Schwestern jung, hübsch und nett. Kein Wunder dass dem Patienten hier nur noch ein Gegenpart übrig bleibt: In Krankenhauswäsche gekleidet schaut er blass zu den Ärzten auf, die ihm meist nicht weniger als sein Leben zu retten haben.
Zumindest dieser Teil der Krankenhauswelt, die uns das Fernsehen vorspielt, ist einigermaßen realistisch – dem Patienten im Krankenhaus bleibt oft nichts anderes übrig, als darauf zu vertrauen, dass Ärzte und Schwestern zumindest seine Gesundheit wieder herstellen, auch wenn keine Lebensrettung notwendig ist. Ist es da so unwahrscheinlich, dass man die anderen Elemente der TV-Krankenhauswelt ebenfalls für realistisch hält?
Seit es die modernen Massenmedien gibt, wird ein Einfluss dieser Medien auf die Konsumenten vermutet, den man als „Kultivationseffekt“ bezeichnet. Dieser ist besonders ausgeprägt, wenn wenig eigene Erfahrungen vorliegen. Daher ist das Geschehen im TV-Operationssaal für viele, denen ein Eingriff bevorsteht, das Spannendste überhaupt. Eine in unserer Region durchgeführte Studie aus dem Jahr 2008 belegt, dass Arztserien wie „Die Schwarzwaldklinik“ tatsächlich die Erwartungshaltung von Patienten beeinflussen: Meine Vermutung war, dass Patienten, die viele Arztserien sehen, die Krankenhausrealität eher so wahrnehmen wie im Fernsehen dargestellt.
Die Ergebnisse waren überraschend eindeutig: Menschen haben deutlich mehr Angst vor Routineoperationen, wenn sie viele dieser Serien sehen. In einer Angstskala von 1 bis 10 liegt der mediane Wert der Arztserienfans über zwei Punkte höher. Die überzogene Angst der Vielseher lässt sich dadurch erklären, dass im Fernsehen nur hochdramatische Eingriffe gezeigt werden. Komplikationslose Standard-OPs sind dagegen viel zu langweilig für die Serien und bringen keine Quote.
Auch über die Visite sollten die Probanden in der Untersuchung urteilen. Die Arztserien-Junkies waren hier deutlich weniger zufrieden als Wenigseher. Offenbar wünschen sie sich eine Wertschätzung wie eben in der Schwarzwaldklinik: viele Ärzte mit viel Zeit für jede Frage und ein persönliches Gespräch.
Das ist zwar aus medizinischer Sicht nicht immer notwendig, könnte aber Kliniken einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, indem sie mehr Zeit und Personal investieren. Auch nach 25 Jahren hätte damit die Schwarzwaldklinik einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die deutsche Krankenhauswirklichkeit.

 


22.10.2010

 

Vor 25 Jahren: Erste Folge der "Schwarzwaldklinik" ausgestrahlt
Deutscher Arztroman auf der Mattscheibe
"Morgen, mein Name ist Brinkmann, ich bin der neue Chefarzt", stellt sich Professor Klaus Brinkmann - alias Klausjürgen Wussow - in der ersten Folge der ZDF-Produktion "Die Schwarzwaldklinik" vor. Die erste deutsche Arztserie startet am 22. Oktober 1985. Der erfolgreiche Chirurg Brinkmann ist in seinen Geburtsort zurückgekehrt, um die örtliche Klinik zu übernehmen. Dort geht es um ärztliche Kunstfehler und Sterbehilfe, um Unfälle und falsche Diagnosen. "Aber natürlich blasen wir nicht nur Trübsal", sagt Produzent Wolfgang Rademann, der den Zuschauern als Macher der ZDF-Serie "Das Traumschiff" bekannt ist. "In der Schwarzwaldklinik wird nicht nur gelitten und gestorben, sondern auch gespaßt, geliebt und geheiratet."

Nur Kulisse

Die Dreharbeiten zur "Schwarzwaldklinik" beginnen am 14. August 1984 im Glottertal bei Freiburg. Filmfigur Professor Brinkmann lebt mit seiner Haushälterin Käti in einem Schwarzwaldhaus. Doch Garten und Haus sind nur Kulisse. In Wirklichkeit ist Professor Brinkmanns Wohnhaus ein Heimatmuseum. Fast alle Innendrehs, auch die in der Klinik, entstehen in einem Hamburger Studio. Das sorgt für Irritationen bei den Fans der Sendung, die damals massenweise ins Glottertal pilgern. Auch richtige Mediziner bewerben sich um eine Stelle in der scheinbar realen Schwarzwaldklinik. Doch das Gebäude, das im Vorspann jeder Folge zu sehen ist, ist damals ein Sanatorium und später eine psychosomatische Fachklinik - ohne Operationssaal.

Einschaltquoten bis zu 60 Prozent

In Professor Brinkmanns Haus wohnt auch Sohn und Womanizer Udo, der von Sascha Hehn gespielt wird. "Bald hat er hier alle Schwestern durch, dann muss er sich in der Klinik in Freiburg umsehen", meint Professor Brinkmann zu Käti, die ihm antwortet: "Was er zu viel hat, hast du zu wenig." Doch auch für den Professor hält das Drehbuch eine Liebe bereit: Er verguckt sich ausgerechnet in Schwester Christa, an der auch Sohn Udo Interesse hat. Aber die tüchtige Krankenschwester, gespielt von Gaby Dohm, entscheidet sich für den Professor.
"Die Schwarzwaldklinik" wird vom ZDF bis März 1989 in 70 Folgen ausgestrahlt. Sie erzielt Einschaltquoten von bis zu 60 Prozent, wird in 38 Länder verkauft und gilt als eine der erfolgreichsten deutschen Serien. Kontrovers diskutiert wird die Folge "Gewalt im Spiel", in der Vergewaltigung und Selbstjustiz thematisiert werden. Die Folge "Steinschlag", in der ein Mann ein Kind verprügelt, wird erst Jahre später ausgestrahlt. 2005 und 2007 gibt es Spezialfolgen, die an die alten Geschichten anknüpfen.
25 Jahre "Schwarzwaldklinik
Wo der Erfolg ist, da sind Neider nicht weit. Das gilt auch für die "Schwarzwaldklinik", deren erste Episode genau heute vor 25 Jahren ausgestrahlt wurde. Kritiker bespöttelten Deutschlands erste Arztserie als schmalzigen Kitsch, Mediziner monierten mangelnde fachliche Akkuratesse. Doch das änderte nichts daran, dass die Geschichten, die sich in 73 Folgen um Personal und Patienten der fiktiven Klinik rankten und durch das private Schicksal der Familie Brinkmann miteinander verbunden wurden, die Menschen in Scharen vor die Bildschirme lockten. Wir huldigen der erfolgreichsten deutschen Fernsehserie aller Zeiten mit einem kleinen "Schwarzwaldklinik"-Quiz, an dem sich echte Kenner der Materie beweisen können.

Die "Schwarzwaldklinik" war vor allem immer eines: Ein echter Quotenkracher. Bis zu 28 Millionen verfolgten allwöchentlich die Geschehnisse im Glottertal bei Freiburg und schenkten dem ZDF Quoten, die bis heute nur sportliche Großereignisse generieren können. Dass die Sendung auch noch heute eine Hausnummer in der deutschen TV-Landschaft ist, beweist nicht zuletzt die Tatsache, dass erst vor kurzem eingefleischte Fans eine Unterschriftenaktion starteten, um für eione Fortsetzung der Serie zu votieren - und das, obwohl die Darsteller einiger tragender Seriencharaktere mittlerweile verstorben sind (unter ihnen Klaus-Brinkmann-Darsteller Klausjürgen Wussow und die als Schwester Hildegard bekannt gewordene Eva Maria Bauer).

Keine Neuauflage

Nichtsdestotrotz konnten die eifernden Fans laut eigener Aussage in ganz Europa 23.000 Stimmen sammeln, um ihre Serie auf den Bildschirm zurückzubringen. Doch Produzent Wolfgang Rademann will von einer Fortsetzung seiner Erfolgsserie nichts wissen. Er befürchtet, eine Neuauflage könne dem Ruf des Originals Schaden.

Die nächste Generation

Vor einigen Jahren gab es jedoch in der Tat eine Art Fortsetzung, allerdings in komprimierter Form - beschränkt auf zwei Produktionen in Spielfilmlänge. Anlässlich des zwanzigsten Geburtstags wurde am 20. Februar 2005 das Revival "Die Schwarzwaldklinik – Die nächste Generation" im ZDF ausgestrahlt, an dem bis auf bereits verstorbene oder schwer kranke Darsteller fast die komplette Original-Crew mitwirkte. Trotz des mittlerweile aufgekommenen Privatfernsehen konnte die Neuauflage an alte Zeiten anknüpfen und lockte 15 Millionen Zuschauern vor den Bildschirm. Von diesem Erfolg angespornt entschlossen sich die Macher, ein zweites Sequel zu produzieren, das schließlich am 4. Dezember 2005 unter dem Titel "Die Schwarzwaldklinik – Neue Zeiten"ins Fernsehen kam.

Die Schattenseiten des Erfolges

Als Nebenwirkung ihres fulminanten Erfolges setzte die "Schwarzwaldklinik" zu ihrer Zeit auch gesellschaftliche Trends. Welcher junge Bursche wäre nicht gerne cool wie Udo-Brinkmann-Darsteller Sascha Hehn ins Kabrio gehüpft? Aber so schön Erfolg und Popularität auch sind, hatten sie auch ihre Schattenseiten. Vor allem für die Schauspieler. Viele von ihnen waren nach dem Ende der Serie 1988 über Jahre auf ihre alten Rollen festgelegt und wurden vorwiegend in einigen der unzähligen Arzt- und Klinikserien besetzt, deren Aufkommen die "Schwarzwaldklinik" ausgelöst hatte. Klausjürgen Wussow beispielsweise gab in "Klinik unter Palmen" acht Jahre lang den Arzt Dr. Frank Hoffmann, Eva Maria Bauer übernahm Rollen in "Der Landarzt", "Hallo, Onkel Doc" oder "St. Angela". Auch Sascha Hehn blieb mit "Frauenarzt Dr. Markus Merthin" dem Genre verhaftet. Aber Erfolg macht eben auch unsterblich. Und das sind die Fernseh-Klinik im Glottertal und ihre Protagonisten zweifellos.

 





 

 

 

 

 

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